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Landwirtschaftliche Materialökologie – aus einer unbequemen Vergangenheit in eine verantwortungsbewusste Zukunft

„Mit dieser ersten großartigen gemeinsamen Erfahrung haben wir den Grundstein für die zukünftige Entwicklung der dieDAS gelegt. Wir haben damit begonnen, Traditionen, Handwerkstechniken, industrielle Verfahren, Innovationen und allgemeine kulturelle Beweggründe zu identifizieren, nachzuzeichnen und sie auf den Prüfstand zu stellen – lokal, global und aus vielen unterschiedlichen Perspektiven.“

— Maurizio Montalti, künstlerischer Leiter 2020–22

Unser Auftakt-Fellowship-Programm fand im September 2020 in Form eines intensiven einwöchigen Workshops statt. Unter dem Titel „Landwirtschaftliche Materialökologie“ hat eine erste Gruppe von Stipendiat*innen zu Materialökologien im Kontext von Design- und Architekturpraktiken geforscht und sich in diesem Rahmen auch mit möglichen Strategien für die dieDAS – Design Akademie Saaleck beschäftigt.

Sasson Rafailov, Basse Sittgen, Svenja Keune, Talin Hazbar, Arne C. Wasmuth, Tatjana Sprick, Maurizio Montalti

Lunch mit den Förder*innen und Egidio Marzona

Neue Saalecker Werkstätten

Neue Saalecker Werkstätten

Talin Hazbar, Maurizio Montalti und Basse Stittgen

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An diesem ersten Programm unter Leitung und Beratung durch das Team der dieDAS und unserem künstlerischen Leiter Maurizio Montalti nahmen vier Fellows teil: Talin Hazbar, Svenja Keune, Sasson Rafailov und Basse Stittgen. Gemeinsam haben sich diese vier jungen Talente in Saaleck kritisch und hinterfragend mit dem Umfeld der dieDAS und der möglichen Rolle unserer Akademie auseinandergesetzt. Teil des Programms waren Vorträge von renommierten Expert*innen. Darunter waren so bekannte Designer*innen wie Formafantasma und Omer Arbel sowie Eugenia Morpurgo, eine Expertin für syntropische Materialien. Sie alle standen den Stipendiat*innen zudem beratend zur Seite.

Die Fellows konnten während der Dauer des Programms auf dem dieDAS-Gelände experimentieren. Vor Ort forschten und recherchierten sie unter Berücksichtigung entsprechender lokaler und globaler Dynamiken – von regionalen Traditionen über das Handwerk bis zur Industrie und vielem mehr.

Im Sinne eines kritischen und systemischen Design-Ansatzes hat das Fellowship-Programm 2020 bildlich wie buchstäblich die Grundlage für kommende Formate gelegt. Denn mit diesem ersten Programm haben wir eine klare Vision formuliert und den „Boden bereitet“ für eine multikulturelle und an der konkreten materiellen Produktion vor Ort orientierte Ökologie. Bei guter Pflege und regelmäßiger Weiterentwicklung werden zukünftige dieDAS-Fellows die Möglichkeit haben, verantwortungsvoll produziertes Rohmaterial (z. B. Fasern, Pigmente, Klebstoffe etc.) zu gewinnen und zu verwenden sowie bei der Produktion natürlicher Materialien für Design-, Handwerks- und Architekturprojekte auf regenerative Verfahren zurückzugreifen.

Ziel des Programms 2020 war die Hinterfragung der Herkunft von Rohmaterialien, wie sie aktuell in industriellen und transformativen Designprozessen zum Einsatz kommen. Das Programm war zudem einem klimaneutralen Ansatz verpflichtet. Kritisch und auch praktisch reflektierten die Teilnehmenden über Inklusivität, Polykulturalität, Gleichheit und Globalität sowie die Demokratisierung von Design- und Architekturverfahren – grundlegende Treiber des gesellschaftlichen Wandels im Angesicht der aktuellen globalen Herausforderungen.
 
Die präzisen Analysen, konkreten Experimente und der offene Gedankenaustausch dieses einwöchigen intensiven Klausurprogramms haben dazu beigetragen, einen neuen Ort und eine Diskussionsplattform für Design ins Leben zu rufen. dieDAS ist stolz darauf – und wird die nächsten Jahre darauf aufbauen.

Why Materials Matter

Materialproben von Abfällen

Myzel-Material

Sasson Ravailov

Talin Hazbar, Svenja Keune, Basse Stittgen

Materialproben

Notizbuch

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