
Der in Miami lebende Architekt und Designer Germane Barnes setzt sich in seinen preisgekrönten Projekten praktisch und theoretisch mit dem Verhältnis von Architektur und Identität auseinander und erforscht ebenso historisch-recherchierend wie spekulativ-gestaltend Fragen sozialer und politischer Handlungsfähigkeit. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Beziehung von gebauter Umgebung und den Wohngewohnheiten der Black Community. Neben der Arbeit mit seinem gleichnamigen Büro ist Barnes aktuell als Assistant Professor sowie Direktor von The Community Housing & Identity Lab (CHIL), einer theoretischen und praktischen Forschungseinrichtung für die soziale und politische Resilienz von Architektur an der University of Miami School of Architecture tätig.
Barnes’ Arbeit war in einer Reihe bekannter Institutionen und Organisationen zu sehen oder wurde von diesen gefördert, darunter The Museum of Modern Art NY, das San Francisco MoMA, das LACMA, die Chicago Architecture Biennial, das MASContext, The Graham Foundation, Miami Design District, Design Miami/ sowie The National Museum of African American History. 2021 wurde Barnes mit dem Rome Prize in Architektur, dem Harvard Wheelwright Prize und dem Architectural League Prize ausgezeichnet. Zudem war er der erste Stipendiat des von Theaster Gates and Prada ins Leben gerufenen Dorchester Industries Experimental Design Lab.

Der italienische Designer, Forscher, Dozent und Unternehmer Maurizio Montalti lebt und arbeitet in Amsterdam und in Italien. Mit seinen zukunftsweisenden Projekten bewegt er sich an der Schnittstelle von Design und Biotechnologie. Montalti ist bekannt für seine Pionierarbeit bei der Erforschung und Entwicklung von Bio-Materialien. Er hält einen M.A. in Conceptual Design in Context von der Design Academy Eindhoven sowie einen M.A. in Engineering and Industrial Management von der Universität Bologna.
Montalti, der von 2020–2022 als erster künstlerischer Leiter von dieDAS – Design Akademie Saaleck fungierte, führt das interdisziplinäre Studio Officina Corpuscoli und ist Mitgründer, Designer sowie Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung bei Mogu – Radical by Nature, einem Unternehmen, das Innovation durch Design schafft und sich auf neuartige Hochleistungsbiomaterialien und industriell nutzbare Produkte aus Pilzmaterial und Myzelien spezialisiert hat. Montaltis Arbeiten wurden in renommierten Institutionen ausgestellt, unter anderem im MoMA, New York, im Centre Pompidou, Paris, im Design Museum, London, und dem MAXXI, Rom.
"Heute ist es wichtiger denn je, zu begreifen, welche zentrale Rolle Design und kreative Tätigkeiten als Katalysatoren spielen, die effektiven Wandel auf Ebene der Gesellschaft und des Ökosystems gleichermaßen auslösen können. Ist man sich dieser Dringlichkeit erst einmal bewusst, so erscheinen Organisationen wie dieDAS unverzichtbar. Als durch und durch inklusive Plattform, die talentierte Kreative bei ihrer Auseinandersetzung mit den komplexen Themen der Gegenwart unterstützt und – im Sinne einzigartiger gemeinsamer Lernerfahrungen – zugleich umfassende kritische Diskussionen, ein positives verstandenes Aufeinanderprallen verschiedener Standpunkte und unorthodoxe Lösungen ermöglicht, ebnet dieDAS den Weg zu neuen Denkweisen und fordert in der Arbeit an einem effektiven Paradigmenwechsel, der seinerseits getrieben ist von Werten wie Intuition, Empathie, Kreativität und Kompetenz, den Status quo heraus."

Die in Mexiko-Stadt ansässige Architektin Rozana Montiel ist Gründerin und Direktorin des Rozana Montiel Architecture Studio (REA), eines Studios, das für seinen sozial engagierten und gemeinschaftsorientierten Ansatz bekannt ist. Montiel wird für ihre nachhaltigen Entwicklungsstrategien und ihre innovativen Lösungen zur Aufwertung des öffentlichen Raums anerkannt. REA spezialisiert sich auf architektonische Gestaltung, künstlerische Neukonzeptionen von Raum sowie Projekte im öffentlichen Bereich. Das Studio arbeitet an einer Vielzahl von Projekten in unterschiedlichen Maßstäben – von der Stadt über das Buch und das Objekt bis hin zu anderen Mikroformaten. Zu den Forschungsschwerpunkten zählen Wohnräume, urbane Nutzungen des öffentlichen Raums sowie die Neudeutung von Baumaterialien mit einem Fokus auf Ortsbezug, Lebensqualität und temporäre Nutzung. Das Team ist der Überzeugung, dass Schönheit ein soziales Recht ist, und strebt daher danach, qualitativ hochwertige Räume mit vielfältigen zeitlichen Narrativen zu schaffen.
Montiel hat an mehreren Universitäten Architektur gelehrt und ist Mitglied des Editorial Boards der Architekturzeitschrift Arquine. Sie wurde mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter der Emerging Voices Award der Architectural League of New York (2016), der Moira Gemmill Award der Architectural Review in London (2017), der Global Award for Sustainable Architecture der Cité de l’architecture et du patrimoine (2019) sowie der ARVHA International Prize for Women Architects (2022) und weitere.