jury 2026

Die dieDAS-Fellows des Jahres 2026 wurden sorgfältig von einer Jury ausgewählt, der neben Mitgliedern unseres Gründungsteams bekannte Design-Expert*innen angehörten. Die Jury setzte sich zusammen aus:

Yassine
Ben Abdallah
Artist & Designer
Go To
Prof. Philipp
Oswalt
Architekt, Autor und Dozent
Go To
Roberto
Sironi
Designer
Go To
Tatjana
Sprick
Direktorin Programm und Entwicklung
Go To
Cristina
Steingräber
Vorsitzende der Jury
Go To
Arne Cornelius
Wasmuth
Gründungsdirektor
Go To

Wir freuen uns, die Fellows des dieDAS Fellowship Programms 2026 bekannt geben zu dürfen. Die Jury konnte dieses Jahr aus einer außergewöhnlichen Bandbreite von Bewerbungen aus der ganzen Welt auswählen, von denen viele durch ihre Klarheit, Rigorosität und kollektive Ausrichtung bestachen. Letztlich fiel die Wahl auf vier herausragende Bewerbungen, denen es gelang, besonders überzeugend auf die diesjährige Ausschreibung der Künstlerischen Direktorin Rozana Montiel unter dem Titel Active Collection / Collective Action zu antworten. Collection, die Sammlung, wird hier nicht so sehr im Sinne einer Anhäufung, sondern als relationale, räumliche und soziale Praxis begriffen – als aktiver Prozess der Reparatur, der Re-collection, also der Erinnerung oder Rückbesinnung, und der Reaktion; als Form des Zusammenkommens, der Rekonfiguration und der kollektiven Aktion, als als gemeinsames Handeln.

Glüchwunsch an Hira Rasool, Malika Leiper, Christopher Benton und Sonia Kazovsky. In Hira Rasools recherchebasierter Praxis treffen Materialforschung, ökologisches Wissen und gemeinsames Lernen aufeinander. Im Augenmerk, das sie auf Materialien als Träger von Geschichten aus Gesellschaft und Umwelt legt, hallt deutlich der Fokus des Fellowships auf Reparatur, Materialsammlung und situierten Herstellungsprozessen wider. Malika Leiper versteht Design als Kollaboration mit Handwerker*innen und Communitys. Ihre Arbeit, die Fragen der Zugehörigkeit, des Zugangs und der Fürsorge in den Vordergrund rückt, fügt sich hervorragend in ein Konzept des kollektivem Handelns als einem gemeinsamem Prozess ein, in dessen Verlauf Handarbeit, Industrie und die sozialen Beziehungen ineinandergreifen. Christopher Benton dagegen bringt an der Community orientierte Verfahren mit. Seine Praxis, die auf gemeinsam geteilter Autorschaft, ethischer Arbeit im Feld und einem restaurativen Verständnis von Archiven beruht, begreift Design als soziale Infrastruktur. Auch hierin spiegelt sich ein Aufruf aus dem Fellowship-Programm wider, nämlich gemeinsam zu handeln und sich zivilgesellschaftlich zu engagieren. Sonia Kazovsky schließlich befasst sich in ihrer Praxis mit Archiven, Institutionen und Pädagogik und versteht diese als Räume für ein kollektives Üben. In ihren dramaturgischen und partizipativen Setzungen hallt der Fokus des Fellowships auf der Re-collection, auf Reparatur und Neuorganisation übernommener Strukturen wider.

Die Gruppe im Ganzen entspricht insofern dem Geist von Rozana Montiels Fellowship-Rahmenprogramm Active Collection / Collective Action. Sie vereint in der dieDAS Design Akademie Saaleck unterschiedliche, aber ergänzende Zugänge zum Sammeln, zur Aktion und dem gemeinsamen Handeln. Wir sind überzeugt, dass die Gruppe des Jahres 2026 unsere Vorstellung davon, welchen Einfluss kollektive Praktiken, Materialforschung und zivilgesellschaftliches Engagement auf die soziale und räumliche Umwelt haben können, bereichern wird – und auf diese Weise einer verantwortungsvolleren und inklusiveren Form des Designs zuarbeitet. Wir gratulieren allen Fellows und freuen uns auf deren Beiträge zum Programm des Jahres 2026.

Cristina Steingräber
Vorsitzende des Auswahlkomitees
im Namen der Jurymitglieder Yassine Ben Abdallah, Prof. Philipp Oswalt, Roberto Sironi, Tatjana Sprick und Arne Cornelius Wasmuth